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Mit Dorle quer durch die Markthalle Stuttgart

14
Mrz

 „Grüß Gott mitanander, i ben s’Dorle ond ihr dürfet heit mit mir oimol neischmegga in d’Markthall!“

Dorle ist eine humorvolle Dame, die sich in der Stuttgarter Innenstadt und vielleicht auch darüber hinaus sehr gut auskennt. Ich hatte schon oft von ihr gehört und wusste, dass ihre Führungen durch die Markthalle vor allem bei Einheimischen sehr gut ankommen.

Heute ist ein sonniger Tag mitten im März und ich freue mich, dass ich Dorle endlich persönlich kennenlernen darf. Als Treffpunkt ist der Schillerplatz vereinbart. Hier ist gerade Wochenmarkt und der Duft der Blumen liegt in der Luft. Von weitem kann ich Dorle schon erkennen – sie sitzt mit ihrem Einkaufskorb direkt am Schillerdenkmal. Mit ihrem großen Strohhut, der mit einer Sonnenblume und Weintrauben verziert ist, kann man sie kaum übersehen.

Ich setze mich zu ihr in die Sonne, während langsam die anderen Teilnehmer eintrudeln. Als wir vollzählig sind, fragt uns Dorle, ob es unter uns „Neigschmeggde“ gibt oder ob wir sie „verstanda dädet“.
Wie ihr wahrscheinlich spätestens jetzt gemerkt habt, schwätz s’Dorle broit schwäbisch, weshalb ich ihr gleich einen dicken Sympathiepunkt schenke. 😀
Da sich alle Teilnehmer der Führung als Schwaben bekennen, kann uns unsere etwas andere Stadtführerin beruhigt in ihrer gewohnten Sprache belehren. 😉

Dorle erzählt zunächst über Friedrich Schiller und die Baustile rund um den Schillerplatz

Dorle erzählt zunächst über Friedrich Schiller und die Baustile rund um den Schillerplatz

Zu Beginn wird uns erklärt, wieso die Denkmalfigur von Friedrich Schiller „so narred uff der Boda guckt“ und warum Schiller heute als „Checker vom Neckar“ durchgehen könnte. Immer wieder müssen wir schmunzeln, zum Beispiel als Dorle mit ihrer humorvollen Art erzählt, wie einst die echten Stuagerder Rossbolla erfunden wurden.

Schließich betreten wir die Markthalle und es dauert kaum eine Minute bis wir merken, dass unser Dorle hier ein gern gesehener Gast zu sein scheint. Mit „Ach Dorle, grüß Gott!“, „Hallo Dooooorle!“, „Da isch ja mei Dorle wieder!“ und „Na, läuft’s Schlabbergöschle scho?“ wird sie hier von allen Seiten herzlich begrüßt.

Zu viel möchte ich nicht verraten, da bestimmt der eine oder andere unter euch ist, der diese Tour gerne noch selbst erleben möchte. Was ich sagen kann ist, dass wir während der Führung Dinge erfahren, die in keinem Reiseführer stehen. Dorle bringt die Fakten und Geschehnisse mit einer Lockerheit rüber, die alle in ihren Bann zieht.

Dorle zeigt uns auch alte Fotos von den Anfängen der Markthalle

Dorle zeigt uns auch alte Fotos von den Anfängen der Markthalle

Eine kleine Probier- und Trinkpause legen wir am Stand Kustermann ein – laut Dorle der älteste Stand der Markthalle.

Kustermann: Mit seinen Französischen Spezialitäten der älteste Stand der Markthalle

Kustermann: Mit seinen Französischen Spezialitäten der älteste Stand der Markthalle

Für jede Dorle-Führung werden hier leckere Häppchenplatten mit allerlei Französischer Spezialitäten hergerichtet.

Am besten schmeckt mir die Französische Salami :)

Am besten schmeckt mir die Französische Salami 🙂

Zudem gibt’s ein Schnäpsle… meins sogar im Stuttgart-Stamperl. ;)

Zudem gibt’s ein Schnäpsle… meins sogar im Stuttgart-Stamperl. 😉

Uns wird noch Wissenswertes über die Architektur und die Entstehung der Markthalle erzählt, bis wir uns dann schon von Dorle verabschieden müssen.

Zum Schluss gibt's noch ein Apfelschnitz, damit wir groß und stark werden :)

Zum Schluss gibt’s noch ein Apfelschnitz, damit wir groß und stark werden 🙂

Über den heutigen Tag kann ich sagen, dass es ein schöner und lehrreicher Mittag war, an dem ich zugleich meine Lachmuskeln trainiert habe. 😀 Nein wirklich, Dorle ist eine tolle Stadtführerin und jetzt ich weiß auch schon, was ich meinen Eltern an Ostern schenken werde… 😉

Wer mit Dorle auch „Oimol naischmegga“ will, klickt einfach auf den Link, dort findet ihr alle Infos rund um die Führung.
Mehr Fotos aus der Markthalle findet ihr in meinem anderen Blogartikel Bunte Vielfalt in der Markthalle Stuttgart.



2 Kommentare »

  1. Die Führung ist sehr sehr teuer und bringt eigentlich keine interessanten Informationen. Ich hatte den Eindruck, daß nur für die Marktstände geworben wird. Die Häppchen waren für 5.30 Euro ein Witz.

    Ich kann die Führung nicht empfehlen, die wenigen geschichtlichen Infos kann man selbst nachlesen.

    Ich hatte drei Freundinnen eingeladen und es ist mir immer noch äußerst peinlich.

    Karin — 5. März 2016 @ 9:50
  2. Janina

    Hallo Karin,
    schade, dass dir die Tour nicht zugesagt hat. Ich werde deine Beschwerde an die zuständigen Personen weiterleiten, die sich dann der Sache genauer annehmen.
    Viele Grüße

    Janina — 10. März 2016 @ 10:36

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