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Karlsruhe – Stadtteil-Entdeckertour durch Karlsruhe Knielingen

12
Mrz

Ich wohne seit gut zwei Jahren in Karlsruhe und kenne hauptsächlich die Innenstadt mit ihren klassischen Plätzen wie dem Schloss samt Schlossgarten oder der Kaiserstraße. Viele Ecken und Plätze kenne ich noch gar nicht oder habe ihnen bisher noch keine Aufmerksamkeit gewidmet. Für 2015 habe ich mir jedoch vorgenommen, dass sich das unbedingt ändern muss. Karlsruhe hat insgesamt 27 Stadtteile und jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charme und ein ganz individuelles Flair.

Zwischen Fachwerkhäusern und neuen Wohnträumen mittendrin in ganz viel Natur

Es ist Wochenende und die Sonne strahlt, also habe ich mich dazu entschieden meine Stadtteilentdeckertour zu starten. Mein erstes Ziel auf der Liste ist Karlsruhe Knielingen. Dieser zweitgrößte Stadtteil von Karlsruhe liegt im Nordwesten und wurde von mir bis jetzt absolut nicht beachtet – es wurde also höchste Zeit das zu ändern! Da Karlsruhe eine absolute Fahrrad-Stadt ist beschließe ich, meinen guten alten Drahtesel aus dem Winterschlaf zu wecken.

Mit frisch aufgepumpten Fahrradreifen starte wenig später ich meine Tour durch Knielingen auf der Siemensallee. Es ist unschwer zu erraten woher die Straße ihren Namen hat: Der Industriepark der Firma Siemens hat dort eine Zweigniederlassung.

Meine Tour führt mich weiter zu einem Ort, der mir bis dahin völlig unbekannt war: die Knielinger Pferderennbahn. Zwei Mal im Jahr (im Mai und September) finden hier die Knielinger Renntage statt. Auch als ich dort vorbei gekommen bin waren zwei Reiterinnen mit ihren Pferden auf der Rennbahn, allerdings waren beide eher gemütlich unterwegs um ihre vierbeinigen Lieblinge auszuführen.

Eine Hängematte mit Ausblick

Direkt gegenüber der Pferderennbahn entdecke ich auf meiner Weiterfahrt einen kleinen mit Bäumen bewachsenen Hügel – den Holzbierebuckel. Ursprünglich war er nur eine Aufschüttung aus Erdaushub, der beim Bau der Südtangente übrig geblieben ist, später wurde er dann mit Gehölz bepflanzt. Aufmerksam auf diesen kleinen Berg werde ich nur, weil mir das weiße Schild direkt in die Augen springt. Da ich mit dem Fahrrad unterwegs war, entscheide ich mich den etwas längeren Weg ohne Stufen nach Oben zu nehmen und werde mit einem tollen Ausblick über Karlsruhe Knielingen und das Naturschutzgebiet Burgau bis hin zum Energieberg belohnt. Für eine kleine Rast im Sonnenschein wartet auf dem Gipfel des Berges eine Hängematte, auf der man sich prima sonnen konnte. Hätte ich das Schild nicht gesehen wäre mir eine gemütliche Pause entgangen.

Nach dem ich in der Hängematte auf dem Holzbierebuckel ein wenig Sonne getankt habe geht es mit neuer Energie weiter in Richtung Hofgut Maxau. Mein Weg führt mich durch die Naturschutzgebiete Burgau und Altrhein Maxau direkt am Knielinger See vorbei. Dieser wird aktuell gerade saniert um die Sauerstoffzone für Fische und andere Wasserorganismen im Sommer zu verbessern.

Ausflugsziel für alle Generationen

Nach einer gemütlichen Fahrt, die Strecke ließ sich übrigens dank der asphaltierten Wege problemlos fahren, erreiche ich mein nächstes Etappenziel, das Hofgut Maxau. Ich war überrascht, wie viele Menschen mir auf dem letzten Stück entlang der Rheinpromenade begegneten, da ich zuvor nur sehr vereinzelt ein paar Spaziergänger oder Radfahrer getroffen habe. Von Familien mit kleinen Kindern und Hund, Gruppen, die mit dem Fahrrad eine Tour entlang des Rheins machen bis hin zu dynamischen Best Agern sind hier alle Generationen unterwegs.

Im ehemaligen Hühnerstall des Hofgutes befindet sich das Knielinger Museum. Leider hat es nur im Sommer jeden Sonntag geöffnet, sodass ich es heute nicht besuchen konnte. Der große Holzspielplatz vor dem Hofgut Maxau war an diesem sonnigen Tag ein Anziehungspunkt für die vielen Familien mit Kindern. Ein großes Holzschiff lädt die Kleien zum Klettern ein und noch einige andere Attraktionen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Besonders beliebt sind bei den Kindern die Luftkissen, die bei einem Sprung darauf Töne erzeugen. Für diejenigen, die ohne Kinder unterwegs sind, laden die Dammterrassen am Rhein an diesem Tag zu einer sonnigen Ruhepause ein. Auch ich gönne mir dort eine kleine Pause. Während ich auf den Stufen der Dammterrasse sitze schwimmt eine Gruppe Schwäne vorüber und das ein oder andere Schiff fährt den Rhein entlang. Hier lässt es sich auf jeden Fall aushalten.

Hofgut Maxau mit Spielplatz

Hofgut Maxau mit Spielplatz

Fachwerkhäuser & Stadtteilentwicklungsprojekt – Knielingens zwei Gesichter

Bis jetzt habe ich hauptsächlich die ländliche Seite von Knielingen erkundet, deshalb bin ich auf dem Rückweg durch den Stadtteilkern gefahren und habe noch einige interessante Gebäude gesehen. Das erste Gebäude, was schon allein auf Grund seiner Größe ins Auge sticht, ist die Knielinger Kirche. In unmittelbarer Nähe zur Kirche ist eines der ältesten Knielinger Fachwerkhäuser, die alte Zoll- und Packstation. Nur ein paar Häuser weiter fällt die Goldwäscherei durch ihre, für ein Fachwerkhaus ungewöhnliche, gelbe Hausfarbe auf.

 

Vom Alt-Knielingen mit Kopfsteinpflasterstraßen und Fachwerkhäusern führt mich mein Weg weiter nach Neu-Knielingen. Unterwegs komme ich an der Eggensteiner Straße an einem weitläufigen von Bäumen umgeben Spielplatz vorbei. An einem Klettergerüst toben sich hier ein paar kleinere Kinder aus und weiter hinten ist Platz für die Größeren zum Basketballspielen ist. Im neueren Teil von Knielingen ist gerade das Stadtteilentwicklungsprogramm Knielingen 2.0 in vollem Gange. Hier werden für rund 1.500 Menschen neue Mietwohnungen bzw. Reihenhäuser gebaut. Ein großer Teil der Wohnungen ist bereits fertig gestellt und vor einigen Häusern sitzen die Bewohner in ihren kleinen aber liebevoll hergerichteten Gärten und genießen den Tag. Hier entsteht ein neuer dynamischer Stadtteil, in dem es sich mit Sicherheit gut leben lässt. Ich radel weiter und komme am Ende der neuen Wohnsiedlung direkt zum Brauhaus 2.0. Hier kann man sich im Sommer ein frisches Brauhausbier im Biergarten gönnen oder zu einer der regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen gehen.

Meine Stadtteil-Entdeckertour durch Karlsruhe Knielingen ist nun fast zu Ende. Auf dem Rückweg komme ich noch an einer Gartensiedlung vorbei. Beim Vorbeifahren sehe ich, dass auch hier viele Leute in ihren Gärten sitzen, und einfach nur das tolle Wetter genießen oder aber auch das Wochenende nutzen, um ihren Garten auf Vordermann zu bringen. Diese kleine Grünzunge aus vielen liebevoll gestalteten Gärten grenzt die Wohnhäuser von einem dahinterliegenden Gewerbegebiet ab.

Knielingen hat auf jeden Fall viele schöne Ecken zu bieten, und im Sommer, wenn alles blüht und auch die Bäume wieder grün sind, dann werde ich auf jeden Fall noch einmal zurückkommen. Eine Radtour durch das Naturschutzgebiet und ein Picknick am Knielinger See sind auf jeden Fall eine gute Alternative zum stressigen Alltagsleben in der Stadt.



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