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Stadtteil-Entdeckertour durch Karlsruhe-Rüppurr

8
Apr

Und los geht’s bei strahlend blauem Märzhimmel.

Ich schwinge mich auf mein Fahrrad und fahre ausgehend von der Beiertheimer Allee Richtung Rüppurr. Nach fünf Minuten Fahrrad fahren fällt mir auf, dass ich meinen Ausdruck mit der von mir extra zusammengestellten Route im Drucker vergessen hab und mein Handyakku bereits schon einen kleinen schmalen roten Balken anzeigt. Ich habe keine Lust mehr umzudrehen und beschließe, dass es auch mal ohne GoogleMaps funktionieren muss – es haben ja auch schon genügend Leute vor mir geschafft sich ohne Smartphone zu orientieren. Eigentlich geht es immer Richtung Süden, an der Baustelle Weiherfeldbrücke links vorbei und dann die Brücke hoch. Und außerdem begegnen mir auf der Strecke viele nette Karlsruher, die mir geduldig den Weg erklären. Mein Fahrrad kann momentan leider nur in einem Gang fahren – trotzdem schaff ich den kleinen Anstieg an der Weiherfeldbrücke entspannt und ohne große Probleme. Jetzt beginnt der optisch schöne Teil der Route – bis nach Rüppurr kann man nun immer parallel zur Alb (Für nicht Ortskundige: Karlsruhes Hausflüsschen) fahren. Man muss sich nur entscheiden – fährt man links oder rechts entlang – aber letztendlich führen beide Wege nach Rüppurr.

Der Weg ist total idyllisch gelegen – es gibt keine (!) Baustelle weit und breit – und man kann sogar das Plätschern der Alb hören. An Dammerstock mit der St. Franziskuskirche vorbei, komme ich Tritt für Tritt Rüppurr näher. Jetzt stehe ich schon vorm Rüppurrer Freibad, was momentan leider noch geschlossen ist. Trotzdem schaue ich mal kurz durch das Gitter durch und freue mich schon auf die Saisoneröffnung am 09.05.15. Ich fahre weiter die Alb entlang und bin nun bereits in Rüppurr angelangt. Es ist wenig los und ich komme gut und entspannt mit dem Fahrrad voran. Alles ist sehr liebevoll gepflegt. Auf der linken Seite komme ich am Exil-Cölner vorbei. Von dem Restaurant hat mir bereits meine Kollegin erzählt. Jeder, der hier bis jetzt in Karlsruhe seine Rheinkultur vermisst hat, kann diese hier bei einem kühlen Kölsch zelebrieren.

Vorstadtidylle mit Charme

Leider bin ich noch etwas zu früh, denn der Exil-Cölner öffnet erst um 17 Uhr und somit beschließe ich einfach weiterzufahren. Direkt um die Ecke liegt links von der Alb die Nikolauskirche. Heute ist irgendwie nicht mein Glückstag, denn auch die Kirche war geschlossen. Egal, von außen sieht die Kirche schon sehr schön aus, mit dem angelegten Blumenbeet und der Alb in nächster Nähe. Neben der Kirche verweist ein Straßenschild (ich lese wieder Schilder!) auf den Ostendorfplatz, also beschließe ich, dass das gleich meine nächste Station sein wird. Der Ostendorfplatz ist das einzige, was ich von Rüppurr bis jetzt immer bewusst wahrgenommen habe, weil ich da des Öfteren mit der Bahn vorbeifahre. Ich stelle fest, dass die Geschäfte erst um 15:00 Uhr wieder nach der Mittagpause öffnen – also erstmal nichts mit Shopping. Dann halt Kaffee! „Das Rieberg“ liegt direkt am Ostendorfplatz und verwöhnt Rüppurr mit frisch gemachten Tortenspezialitäten. Bei der großen Auswahl fällt mir die Entscheidung wirklich schwer! Nach dem üppigen Zwischensnack muss ich mich erstmal etwas bewegen.

Wohin als nächstes?

Aber wohin als nächstes? Im Schreibwarenladen am Ostendorfplatz werde ich gut beraten: „Schloss Rüppurr gibt’s nicht mehr – da ist jetzt ein Therapie-Seminar-Zentrum drin, das ist nicht so spektakulär… Mmm.. Eigentlich haben wir in Rüppurr nicht so viel zu sehen… wir haben Koffler’s Heuriger (das einzige typisch österreichische Heurigen Lokal in der Umgebung). Vielleicht noch der Märchenring – da haben alle Straßen Märchennamen und da stehen die ganzen Villen.“ Also der Märchenring. Eine nette Dame erklärt mir, dass ich bis dorthin noch ein paar Schritte durchs Wohngebiet laufen muss. Im Gegensatz zu dem Schreibwarenladenbesitzer finde ich, dass man in Rüppurr viel zu sehen hat. Zwar gibt es keine groß bekannten Attraktionen, aber allein wegen der Atmosphäre lohnt es sich eine Runde in Rüppurr spazieren zu gehen. Schöne und gut gepflegte Häuschen reihen sich aneinander, als ich auf dem Weg Richtung Märchenviertel bin. Und auch die Rüppurrer beantworten immer äußerst freundlich und geduldig meine Fragen nach dem Weg. Am besten gefallen mir die Vorgärten, die alle richtig hübsch und individuell hergerichtet sind.

Da sonnt sich dann schon mal ein Schweinchen in der Sonne!

Auf den Spuren der Gebrüder Grimm

Als ich dann das Diakonissenkrankenhaus einmal umrundet habe, stehe ich schon im Märchenviertel am Schneewittchenweg. Direkt gegenüber ist der Wichtelmännerweg. Die Häuser sehen allerdings nicht so märchenhaft (es ist zum Beispiel kein Lebkuchenhaus in Sicht) aus, sie sind einfach nur groß und fast alle relativ modern. Aber die Straßennamen faszinieren mich: Aschenbrödelweg, Gretelweg, Hänselweg, Prinzenweg, Däumlingweg…. Alle Straßen sind durchgehend nach einem Märchen benannt. Auf dem Schneewittchenweg habe ich dann noch eine halbe Walnuss gefunden – der Märchenring erfüllt also voll, was der Name verspricht.

Wenn man dem Elfenweg folgt, kommt man zum Radhaus. Das Radhaus liegt direkt an der Alb und verwöhnt mit leckeren Flammkuchen und einer weitläufigen Terrasse. Perfekt, um sich nach einem langen Spaziergang auszuruhen. (Übrigens, ein weiterer Kulinarik-Tipp: im Gottlob-Schreber-Weg ist auch das griechische Restaurant der „Gartenzwerg“ zu finden. Hier kann man auch entspannt in der Schrebergarten-Idylle es sich schmecken lassen)

Gestärkt beschließe ich wieder in Richtung Ostendorfplatz zu gehen, wo ich mein Fahrrad angeschlossen habe. Auf dem Rückweg komme ich noch kurz vor dem Ostendorfplatz an einem der Bücherschränke vorbei, die in Karlsruhe aufgestellt sind und lese mich etwas durchs breitgefächerte Sortiment. Jetzt ist es auch schon nach 15:00 Uhr und die kleinen Geschäfte rund um den Platz sind wieder geöffnet. Hier findet man wirklich noch einzigartige Geschäfte abseits der bekannten Ketten. Da ich in meiner Freizeit gerne nähe, mache ich noch einen kleinen Abstecher in dem Stoffladen zwei Häuser weiter vom Café „Das Riedberg“. Noch ein Foto und dann schwing ich mich wieder auf mein Rad.

Jetzt seid Ihr dran mit entdecken – vielleicht findet ihr ja noch mehr als ich in Rüppurr!



1 Kommentar »

  1. Baustellenfreiheit.. hätte das mal wieder gerne in der Innenstadt!

    Manu — 21. Oktober 2015 @ 21:03

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