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Schlosslichtspiele Karlsruhe

14
Aug

Zum ersten Mal habe ich es 2011 beim Dresdner Stadtfest auf dem Georgentor gesehen, ein Jahr später – dann schon etwas größer – auf dem Dresdner Zwinger und 2013 dann beim Festival of Lights an verschiedenen Orten in Berlin. Bunte Laserstrahlen formten das jeweils angestrahlte Gebäude nach, abstrakte Formen huschten über die Mauern und kleine Geschichten wurden erzählt. Am Dresdner Zwinger wurden historische Ereignisse nachgespielt: Ziegelsteine bröckelten aus der Fassade, ließen das Gebäude schließlich ganz einstürzen und wieder auferstehen. Es waren super spannende Shows, doch leider waren sie immer nur ein paar Minuten lang und auch nur während des Wochenendes zu sehen, an dem das Fest war.

Die längste Lasershow der Welt

In diesem Sommer gibt es so etwas endlich auch in Karlsruhe zu sehen! Ich war total begeistert, als ich davon erfahren habe, denn mich hat es schon damals fasziniert, was mit der heutigen Technik möglich ist. Wie man mit einzelnen Laserstrahlen eine dreidimensionale Projektion erschafft, die so präzise ein Gebäude mit sämtlichen Feinheiten „nachbauen“ kann, und das nicht nur als stille Projektion, sondern als eine faszinierende Show.

Über 100 Tage lang gibt es diesen Sommer mehrere solche Lasershows am Schloss zu sehen – jeden Abend! Im Grunde ist es nicht anders als in Berlin oder Dresden: Die Show ist auf die Dauer des Events begrenzt. Da Karlsruhe seinen 300. Geburtstag aber nicht nur ein Wochenende feiert, sondern gleich 100 Tage lang, ist dies wohl die längste Lasershow, die ich bisher kenne.

Das Warten hat ein Ende

Bereits die Auftaktveranstaltung im Juni zum Festivalsommer war phantastisch. Eine Mischung aus Bühnen- und Lasershow. 40.000 Menschen waren auf dem Schlossvorplatz und haben zugesehen, wie das Schloss in die unterschiedlichsten Farben getaucht wurde, wie Jahreszahlen und berühmte Karlsruher Persönlichkeiten über die Fassade schwebten – übertragen von 24 Projektoren, die für die nächsten Monate vor dem Schloss in klimatisierten Wetterschutzcontainern untergebracht sind.

Im Anschluss an diese eindrucksvolle Show wurden zum ersten Mal die Schlosslichtspiele gezeigt. Ich hatte bereits in den vorherigen Nächten bei den Proben der Künstler immer wieder ein paar Elemente gesehen. Schon da war ich begeistert von den Szenen, auch wenn es stets ohne Musik war. Und nicht nur ich war davon angetan, nachdem es sich herumgesprochen hatte, was denn da so allabendlich am Schloss passiert, waren zunehmend mehr Menschen dort um sich das in Farben getauchte Schloss anzuschauen. An dieser Situation hat sich bis heute nichts groß geändert – es sind jetzt einfach nur noch mehr Menschen jeden Abend vor dem Schloss.

Schlossbeleuchtung Facebook

Als die ersten Klänge aus den Lautsprechern hallten schaute ich wie gebannt auf die 2.500m² große Leinwand (das Schloss) vor mir. Es war einfach phantastisch! Ich werde mitgenommen auf eine Zeitreise. Es ist schwer zu beschreiben, man muss es einfach mal gesehen haben, wie Bücher über die Fassade fliegen oder Stromspannungen aufblitzen. Bei dieser ersten Aufführung der Lichtshow „300 Fragments“ konnte ich gar nicht alles auf einmal aufnehmen, so viele Eindrücke und WOW-Effekte waren auf dem Schloss zu sehen.

Das Schloss als riesige Leinwand

Das Schloss ist der Mittelpunkt von Karlsruhe – nicht nur während des Festivalsommers, sondern schon immer gewesen. Viele Karlsruher und Besucher nutzen tagsüber die Grünflächen vor und hinter dem Schloss als Liegewiesen oder soziale Treffpunkte. Sobald es jedoch dunkel wird strömen alle auf den Schlossvorplatz. Jeden Abend versammeln sich hier hunderte Menschen um die wirklich tollen Videomappings zu sehen.

Im Laufe der letzten Wochen habe auch ich mir diese Show dann noch ein paar Mal angeschaut und erst dann, wenn man nicht mehr wie gebannt einfach nur den Projektionen folgt, begreift man die Zusammenhänge so richtig.

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Ausgerüstet mit einer Decke, etwas zu trinken und ein paar Snacks setze ich mich mit meinen Freunden auf die Rasenfläche und warte ungeduldig darauf, dass die Show endlich beginnt. Den allabendlichen Beginn macht noch bis Anfang September die Lasershow „300 Fragments“ der ungarischen Künstlergruppe Maxin10sity, welche eindrucksvoll die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Karlsruhe darstellt.

Die zunächst wirren Szenen am Anfang thematisieren die Entstehung Karlsruhes bis zur Erbauung des Schlosses, es folgen thematische Elemente zu berühmten Karlsruher Persönlichkeiten von damals und heute. Mehrmals während der Projektion fällt das Schloss in seine Pixel zusammen und entsteht wieder neu. Alles natürlich mit der passenden musikalischen Untermalung!

Mein Fazit: Wer das Verpasst ist selber Schuld

Für mich waren die Schlosslichtspiele von Anfang an DAS Highlight in Karlsruhe während des 300. Stadtgeburtstages. Und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen sich dieses atemberaubende Spektakel einmal anzusehen. Insgesamt gibt es noch bis zum 26. September 9 verschiedenen Projektionen von internationalen Künstlern zu sehen.

Jeden Abend ab 21:30 Uhr (im September ab 20:30 Uhr) verwandelt sich die Fassade des Karlsruher Schlosses mit ihren 152 Metern Breite und 17 Metern Höhe in eine riesige Leinwand. Nach und nach kommen nun in regelmäßigen Abständen die neuen Shows von renommierten internationalen Künstlern hinzu. Teilweise werden an einem Abend 4 verschiedene Lasershows gezeigt.

Das Programm gibt’s hier



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