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#Kurpfalz: Make Staytion in hippen Hotels

26
Apr

Wer das kurpfälzische Dreieck Mannheim-Schwetzingen-Heidelberg bereist, braucht natürlich ein Domizil. Anlässe, hier ein paar Tage zu verbringen, gibt es jedenfalls genug. Ob die hier vorgestellten Hotels typisch sind? Keine Ahnung. Bemerkenswert ist jedoch, dass sie Gästen etwas von deren eigener Geschichte erzählen können. Das schafft Vertrauen ins Ankommen und hat Unterhaltungswert.

Ganz frisch mit Patina: das Staytion

Stayton-Soehne-DSC_1882

Das neue Hotel in Mannheim ist das richtige für Music- und Szene-Gänger Das Themenprojekt lehnt sich an die Popakademie in der Musikstadt Mannheim an. Unter dem Motto „Music meets industry“ wurde jede Etage einem eigenen Musikthema gewidmet. Mein Zimmer ist in der vierten, sie gehört den Söhnen Mannheims und ich fühle mich gleich zu Hause.

Abrissgelände

Ästhetisches Goody: das Bahnhofsviertel wird gerade aufgefressen, nachts bleibt’s leise.

Erinnerungen poppen hoch: vor etwa 15 Jahren war ich in Mannheim auf Xavier Naidoo- und Söhne-Konzerten im Eisstadion oder im Rosengarten. Das Black-and-White-Design schafft einen stilvollen Mix aus topmoderner Einrichtung und alten Accessoires. Die Snaredrum als Nachttisch finde ich auch witzig. Und der Flat-Screen ist auch nicht sooo dominant.

Blick in discoähnliche Hotellobby

Allrounder: die Lobby im Staytion: Ideal für Partys nach Events in der Stadt oder einen Absacker mit Freunden auf Tour.

„Wenn ein Lied meine Lippen verlässt…“

Die Wände in den Zimmern sind mit Zitaten aus Söhne-Liedern tätowiert. Die Zimmer-Ausstattung ist nicht künstlich auf Luxus getrimmt und erfreulich einfach und dennoch sehr ästhetisch. Kein Schrank, nur eine Kleiderstange und ein Regal. Gefällt mir gut, man bleibt ja sowieso nicht lange. Was soll also einstauben? Angenehm finde ich auch den Wasserkocher mit Teebeuteln und Instant-Kaffee. Das Bad mit Dusche und WC ist chic gekachelt und mit topmodernen Armaturen bestückt. Frisch hergerichtet startet man in den Tag mit einem Lied-Tattoo: „Volle Kraft voraus“.

Badezimmer mit Wandtattoo

Weltenbunt: das Hip-Hotel

Im Hip-Hotel in Heidelberg haben die Zimmer keine Nummern, sondern Namen. Ich lande in Ottawa und finde mich im Design einer kanadischen Goldsucher-Holzhütte wieder. Als ich die Tür öffne, springt mir erst einmal ein alter gusseiserner Herd mit Eisenringen im Kochfeld ins Auge. Als Hobbykoch gefällt mir das natürlich. Der Raum hat tatsächlich etwas von dieser Stimmung – oder zumindest etwas von der Stimmung, die ich mir unter „kanadische Blockhäuser“ vorstelle. (War noch nie dort.) Fühlt sich dennoch heimelich an.

Hotelzimmer

„Alaaarm! Feindflieger, sofort tauchen!“

Funk-DSC_2205

Mein Kopf installiert sich hier, als ich den Schreibtisch sehe. Vor mir steht eine alte Verbindungszentrale aus einer Zeit, als Telefonate noch angemeldet und Verbindungen gestöpselt wurden. Mir kommt sofort Petersens „Boot“ und Funker Hinrich (Heinz Hönig) in den Sinn. Das gefällt mir als Accessoire besser als ein Bärentöter – vermutlich weil ich in Sicherheit bin und meine Fantasie nicht der Realität unterordnen muss. Neugierig höre ich in den Hörer, ob da was aktiv ist. Natürlich nix drin. Später erfahre ich, dass es sich um die alte Anlage des Hotels handelt. Schöne Idee.

Dann hebe ich eben meinen Kopf und denke „Haha“, als ich ein Schild der Brauerei Miller sehe. Das gilt meinem mangels Präsenz misslungenen Versuch, in der Mannheimer Bier-Ausstellung zum 500jährigen Jubiläum des Reinheitsgebotes eine Flasche, ein Schild oder ähnliches von Miller zu fotografieren. Dieser Wunsch gehört zu einem Artikel über die Ursprünge der einstigen „Milwaukee Brewery“. So wird das Brett vorm Kopf zur Heimatpflege. Das Brett unterm Arm dagegen wird zur Hemdpflege. Im Schrank finden sich ein Bügeleisen und ein kleines Bügelbrett. Sehr erfreulich, denn bei Gruppenreisen mit engen Zeitfenstern wird man kaum Zeit finden, eine Hemdbügelei über die Rezeption zu organisieren.

Stift-Neuburg-DSC_2136

Knockin‘ on heavens door?

Wer eine nochmal ganz andere Herberge sucht, sollte mal im Stift Neuburg bei Heidelberg anfragen. Die Benediktiner-Mönche sind traditionell sehr gastfreundlich, die Ausstattung einfach, die Atmosphäre getragen vom geistlichen Leben. Man sollte aber wenigstens ansatzweise ein religiöses Interesse mitbringen, sonst ist das einfach zu gegenläufig.

Unsere Reisegruppe an der Brauerei im Stift Neuburg

Auf dem Klostergelände befindet sich auch die Brauerei Klosterhof, die hervorragendes Bio-Bier braut.

Dank für die Unterstützung geht an die TMBW



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