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Hoch oben: Karlsruher „High“-lights im Überblick

2
Aug
Wenn ich neu in einer Stadt bin, dann muss ich mir immer zuerst einen Überblick von oben verschaffen! Aus der Vogelperspektive kann ich mich in der neuen Stadt viel besser orientieren – und die ersten Panorama-Schnappschüsse sind auch gleich mit drin. Bei Karlsruhe habe ich es nicht anders gemacht.
Kurz nachdem ich nach Karlsruhe gezogen bin, führte mich einer der ersten Ausflüge auf den Turmberg, denn ich wollte zunächst das große Ganze sehen. Der Turmberg liegt nicht zentral in Karlsruhe, sondern erhebt sich am Rande von Durlach, quasi dem historischen Ausgangspunkt von Karlsruhe. Mein Ausflug nach Durlach beginnt passenderweise auf der Durlacher Allee, die mich vom Stadtzentrum schnurgerade in diesen historischen Teil Karlsruhes führt. Schon auf der Durlacher Allee erblicke ich in der Ferne den Turmberg.

Der Turmberg von Weitem

Blick von der Durlacher Allee auf den Turmberg mitsamt Aussichtsturm.

528 verhexte Stufen zum Panorama-Glück

Am Fuße des Turmbergs angekommen, stellte sich mir dann die Frage: Laufen oder fahren? Denn neben den 528 Stufen des berüchtigten „Hexenstäffeles“ gibt es auch noch die Turmbergbahn, die ihre Passagiere wunderbar gemächlich hinaufbefördert. Da ich sportliche Herausforderungen auch sonst nicht scheue, ließ ich die Turmbergbahn links liegen und versuchte mich an den Stufen der vielen schmalen Treppen, die hoch zum Aussichtspunkt führen. Für Laufmuffel stellen die Treppen eine kleine sportliche Herausforderung dar. Auch ich komme an diesem schwül-warmen Sommertag etwas ins Schwitzen. Doch die Aussicht, die sich schon auf halber Höhe bot, entschädigte mich gleich wieder.

An Weinreben vorbei (denn die Hänge des Turmbergs werden von hiesigen Winzern bewirtschaftet) ging es schließlich auf den Gipfel des Karlsruher Hausbergs. Zielstrebig erklomm ich dann auch noch die letzten Höhenmeter und fand mich dann auf der Aussichtsplattform des 28 Meter hohen Aussichtsturms wieder. Bei dem tollen, weiten Blick über ganz Karlsruhe staunte ich nicht schlecht über die Größe dieser Stadt!

Panorama Turmberg

Pause auf der Turmberg-Terrasse: Der Anblick dieses Panoramas reicht schon und die Stufen des Hexenstäffeles sind schnell vergessen.

Die zwei Welten auf dem Schlossturm

Tage später ging es für mich als Neuling zu dem touristischen Anziehungspunkt Karlsruhes schlechthin – dem Karlsruher Schloss. Auch ich wollte mir das imposante Wahrzeichen der Fächerstadt aus der Nähe anschauen. Und tatsächlich: Nicht von ungefähr ist es ein Highlight für viele Touristen. Allein die schiere Größe der ehemaligen Residenz von Karl Wilhelm von Baden-Durlach ist schon sehr beeindruckend! Was viele Menschen bei dem ausladenden Prunkbau aus der Barockzeit schnell mal übersehen: Das Schloss ist nicht nur sehr breit, sondern auch hoch! Wie ich auf Wikipedia nachlesen konnte, misst der Turm 52 Meter und hat auf der Höhe von 42 Metern eine Aussichtsplattform – „da muss ich unbedingt rauf!“, dachte ich. Gesagt, getan. So ging es rein, in das dort ansässige Badische Landesmuseum. Die netten Damen vom Empfang klärten mich darüber auf, dass ich zunächst die Turmkarte für 4 € ziehen müsste. Für mich als Student waren es dann letztlich nur 3 € – nun ja, was macht man nicht alles für eine gute Aussicht! An den Räumlichkeiten der Museumssammlung vorbei, ging es hoch zum Schlossturm, in dem früher die Gespielinnen des Markgrafen ihre Zimmerchen hatten – so zumindest hieß es in einer der Anekdoten, die mir die Dame von der Stadtführung einige Tage zuvor erzählt hatte.

Karlsruhe Schlossturm Höhe

Der Schlossturm, Ansicht von Nordwesten.

 

Schlossturm Panorama Nord cityblogger

Der Blick nach Norden: Die Fächerstrahlen verschwinden im Grün des Hardtwaldes.

Nach 158 Stufen war die Wendeltreppe im Schlossturm gemeistert und ich war oben auf der ringförmigen Aussichtsplattform. Von dort hatte ich einen spannenden Rundumblick. Denn zuerst schaute ich Richtung Norden und erblickte das Grün des Hardtwalds. Und dann wurde es total urban, als ich auf den gegenüberliegenden Teil der Aussichtsplattform wechselte. Hier breitete sich der gesamte Innenstadtbereich vor meinen Augen aus – herausstechend natürlich die Kirchtürme der Stadt. So zum Beispiel der Turm der Bernharduskirche östlich der Innenstadt und zentral am Marktplatz die evangelische Stadtkirche. Gleich daneben sehe ich den rötlichen Turm des Rathauses. Schräg dahinter, etwas weiter in der Ferne, ein weiteres, sehr hohes Gebäude. Wie ich später erfahren habe, ist es das 22-stöckige Bürohochhaus, in dem das Landratsamt untergebracht ist – zu meiner großen Enttäuschung: Nicht zugänglich für Gipfelstürmer wie mich. Bei den Kirchtürmen der Stadt sieht es da schon etwas anders aus. Denn da gibt es am Tag des offenen Denkmals immer die Möglichkeit, ein paar Turmführungen mitzunehmen – der 11.09.2016 ist in meinem Kalender dick markiert!

Schlossturm Panorama Süd cityblogger

Der Blick in südlicher Richtung: Karlsruhe breitet sich in seiner ganzen Urbanität vor meinen Augen aus.

Der Besuch des Schlossturms hat mir bei der groben Orientierung in der Stadt schon mal weitergeholfen: Nördlich vom Schloss sind Waldspaziergänge angesagt, südlich vom Schloss: Shoppingtouren im Innenstadtgetümmel – so weit, so gut!

Unscheinbarer Geheimtipp am Marktplatz

Ich steige wieder hinab und werde angezogen vom Großstadtgetümmel. Ich gehe also Richtung Süden über den Schlossvorplatz, überquere den Platz der Grundrechte mit seiner auffälligen Rauminstallation und befinde mich wenig später auf dem Marktplatz. Ein Teil des Marktplatzes ist Baustelle – die hitzig diskutierte Kombilösung ist im vollen Gange. Dadurch sind hübsche Schnappschüsse von der Front des Rathauses in den nächsten Wochen nicht wirklich drin – schade. Aber als ich mich auf dem Marktplatz umschaue, sehe ich Menschen auf einer Dachterrasse. Wie sich herausstellt, ist es die Dachterrasse vom Hotel am Markt und dort ist ein hoteleigenes Café untergebracht. Zu meinem Glück nicht nur für die Hotelgäste, sondern für alle Café-Liebhaber, die mal eine Pause vom Shopping-Trubel brauchen. Da mir der Gedanke an eine kleine Kaffeepause gefiel, nahm ich auf der Dachterrasse Platz und bestellte mir einen Milchkaffee.

Dachterrasse Hotel am Markt, Ausblick Nord Dachterrasse Hotel am Markt, Ausblick Süd
Die Dachterrasse vom Hotel am Markt: Hier habe ich einen guten Blick auf den Schlossturm, unter mir der Platz der Grundrechte. Schaue ich in die andere Richtung, sehe ich die evangelische Stadtkirche und weiter hinten den Rondellplatz am Ettlinger Tor.

Der Ausblick von der Dachterrasse des Hotels am Markt ist spannend: Schaue ich nach Links, sehe ich das Karlsruher Schloss mitsamt dem Turm, auf dem ich noch eben die Nord-Süd-Aufteilung für mich vorgenommen hatte. Schaue ich nach rechts, kann ich den Marktplatz von oben sehen, mitsamt der Stadtkirche und dem Rathaus. Und am Horizont kann ich die Ausläufer des Schwarzwaldes sehen – ein toller Platz in luftiger Höhe! Und das alles geschieht in entspannter Freiluft-Café-Atmosphäre, während weit unter mir das geschäftige Treiben auf der Kaiserstraße weitergeht.

Aussichtspunkt in exotischer Nachbarschaft

Einige Wochen später stand der Zoo bei mir auf dem Programm. Ich wollte mir vor allem die Fledermaushöhle im Exotenhaus anschauen, die mir von vielen schon empfohlen wurde. Bei dem weiteren Rundgang über das Gelände des Zoologischen Stadtgartens entdeckte ich einen Hügel, der sich über dem Schneeleopardengehege erhob. Auf dem Wegweiser hieß es: „Lauterberg“ – aha, also eine weitere Möglichkeit für eine Ausguck! An den herumdösenden Schneeleoparden vorbei, windet sich der Weg hoch zum Aussichtspunkt.

 

Ausblick vom Lauterberg, Karlsruhe

Toller Rundumblick auf dem Lauterberg, Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe.

Oben angekommen war ich ganz erstaunt, denn von weitem hatte ich diesen unscheinbaren Hügel gar nicht richtig wahrgenommen. Nun aber kann ich aus südlicher Richtung meinen Blick gen Innenstadt schweifen lassen. Zu den bereits bekannten Türmchen und Türmen, fiel mir nun auch der Turm des großen Gebäudes am Staatstheater auf, in dem die Büros der Volkswohnung untergebracht sind. Und recht nah, direkt angrenzend an den Stadtgarten, der hübsche Schornstein des geschichtsträchtigen Vierordtbades.

Lauterberg seitlich, Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe Schornstein Vierordtbad Karlsruhe
Der Lauterberg versteckt sich geschickt unter Baumwipfeln. Am Fuße liegt der See des Zoologischen Stadtgartens. Der hübsche Schornstein des geschichtsträchtigen Vierordtbads. Vom Lauterberg aus gut zu sehen (leider nicht zu erklimmen).

Hoch hinaus für den Feierabend in Downtown Karlsruhe

Blick auf die Karlsruher Innenstadt

Blick vom Parkdeckzehn: Wer hätte gedacht, dass ein Parkdeck für Urlaubsfeeling steht?

Nach solchen Ausflügen kehre ich am Abend immer gerne in der Innenstadt ein. Und auch dann heißt es: Je höher, desto besser! Zwei Locations sind mir da im Laufe der Zeit besonders ans Herz gewachsen. Zum einen das P10, zum anderen das King Karl. Das „P“ in P10 steht für Parkdeck – dahinter versteckt sich also tatsächlich das oberste Parkdeck eines Parkhauses, umfunktioniert zu einer Strandbar mit toller Aussicht rundherum. Mitten in der Innenstadt heißt es dann für mich: Im Liegestuhl zurücklehnen, Füße in den Sand tauchen und bei einem kühlen Getränk vom letzten Strandurlaub träumen.

Ohne Sand, dafür aber mit schicken Lounge-Sofas ausgestattet, lasse ich mich ab und zu auf der Dachterrasse des King Karl nieder. Am Europaplatz gelegen, genießen viele Leute bei einem toll gemixten Cocktail den Blick über die Dächer der Stadt. Während die Sonne untergeht und der Nachthimmel langsam aufzieht, lasse ich den Tag mit all seinen Aussichten und Einblicken Revue passieren.

Mount Klotz – klein, aber fein!

Erst kürzlich konnte ich zufällig einen weiteren kleinen, aber feinen Aussichtspunkt für mich entdecken. Am letzten Wochenende nämlich. Da konnte ich in der Günther-Klotz-Anlage das legendäre Musikfestival „Das FEST“ zum ersten Mal hautnah miterleben. Die große Hauptbühne beschallte den „Mount Klotz“, wie ihn die Einheimischen liebevoll nennen – ein künstlich aufgeschütteter Hügel, der eine prima Sitzgelegenheit für das Festivalspektakel bot. Und nicht nur das: Er ist auch hoch genug, um sich im südwestlichen Teil der Stadt einen Rundumblick zu verschaffen – in südlicher Richtung am Horizont immer mit dabei: Die schönen Ausläufer des Schwarzwalds.

Mount Klotz Mount Kotz seitlich cityblogger
Mount Klotz Süd cityblogger Günther-Klotz-Anlage_Aussicht cityblogger

Mount Klotz: Das Musik-Festival Das FEST lässten ihn erbeben. An einem sonnigen Tag dient der grüne Hügel als Aussichtspunkt. Richtung Norden auf die Stadt Karlsruhe…

Ausblick vom Mount Klotz Richtung Süden

…und Richtung Süden auf den Schwarzwald.



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