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Kulturdonnerstag: Porsche pur

18
Aug

Fast allein im Museum!
Letzten Samstag erhielt ich die einmalige Gelegenheit, abends nach der regulären Öffnungszeit eine sehr exklusive Führung durch das Porsche Museum zu bekommen. Da ich eine Begleitperson mitbringen durfte, schnappte ich mir meine Freundin Nina und wir machten uns am späten Nachmittag auf nach Zuffenhausen. Allein der Anblick auf das architektonisch imposante Gebäude am Porscheplatz, das 90 Fahrzeuge beherbergt, lässt einen erstaunen. Das dreistöckige Museum, dessen Front komplett verglast ist, wird von drei V-förmigen Säulen getragen. Die Architektur ist wirklich beeindruckend und das Gebäude schon von außen faszinierend! Jeder der schon einmal dort war, weiß wovon ich spreche. Allen anderen, die auf ihren Reisen durch Stuttgart kommen oder in der Nähe sind, empfehle ich einen Besuch.

Was für ein Gebäude, oder?! :D

Eindrucksvoller erster Anblick…

Während die letzten Besucher aus dem Museum strömen, wartete schon unser Guide Henry auf uns. Nach kurzer Vorstellung seiner Person und ein paar Einführungsworten zum Museum selbst, begannen wir unsere Tour über die Rolltreppe im Herzen des Gebäudes in den zweiten Stock. Bei der Auffahrt kann man durch den teilweise verglasten Aufgang nochmals einen Blick auf den Porscheplatz und die Skulptur, die drei 911er-Modelle trägt, erhaschen. In der Ausstellung angekommen, navigierte Henry uns durch die Anfangsjahre des Unternehmens Porsche. Oder viel mehr vorbei an den ersten Konstruktionen von Ferdinand Porsche. Das erste Fahrzeug, eine Elektrokutsche, stammt aus dem Jahr 1898.

Elektrokutsche aus dem Jahr 1898

Elektrokutsche aus dem Jahr 1898

Weiter ging es mit dem Porsche 356, auch Nummer 1 genannt und weiteren historischen Modellen. Unsere Tour fortsetzend kamen wir an einigen Rennwagen von Porsche vorbei, zu der aktuell laufenden Sonderausstellung „40 Jahre Transaxle“. Ein unglaublich farbenfroher Teil der Ausstellung, der eine sehr spezielle Etappe in der Geschichte von Porsche kennzeichnet. Wir passierten einige weitere PS-starke Fahrzeuge, erhielten einen Eindruck, wie es sich anfühlt in einem Porsche SUV, nämlich dem Macan, zu sitzen und kamen schließlich an einem der interaktiven Highlights des Porsche Museums an: einer Soundinstallation, genannt „Porsche in the Mix“.

Sounddusche gefällig?

Sounddusche gefällig?

Sounddusche gefällig?

An einem Display wählt man eines aus sieben Porsche-Modellen aus, die alle ihren spezifischen Sound haben. Die unterlegte Melodie kann man ergänzen mit den für das Modell bestimmten Geräuschen, wie Beschleunigung, Blinker und Türen schließen. Das Ganze kann man an einem überdimensionalen Bildschirm an der Wand mitverfolgen. Den selbst gemixten Sound kann man sich dann auf seine E-Mail-Adresse senden lassen. Nina und ich verweilten einige Zeit damit, unseren eigenen „Porsche Sound“ zu kreieren. Das Ende der Ausstellung bietet mit der digitalen Touchwall einen weiteren technologischen Höhepunkt. Auf dem zwölf Meter langen  Display sind über 3000 Bilder zu sehen. Doch die Raffinesse ist damit noch nicht zu Ende: Ein Sensor an der Decke verfolgt die Person, die vor die Touchwall tritt und öffnet so eine Art Linse, die eine Auswahl an Bildern zeigt. Der Radius dieser Linse variiert mit der Distanz zu dieser „digitalen Wand“. An der Wand entlanglaufend bewegt sich diese Linse mit einem mit. Ein sehr ausgeklügeltes Gimmick, das für Staunen kurz vor Verlassen der Ausstellung sorgt.

Beeindruckend: Die Touchwall im Porsche Museum

Beeindruckend: Die Touchwall im Porsche Museum

Exklusiver Blick hinter die Kulissen
Jedoch war unser Erlebnis damit noch nicht zu Ende – und wurde noch exklusiver: Wir bekamen die einmalige Gelegenheit, einen Blick in einen Teil des Porsche Museums zu werfen, der der Öffentlichkeit normalerweise verwehrt ist. Im Historischen Archiv des Museums konnten wir einige Stücke der Sammlung sowie zahlreiche Unternehmensschätze begutachten. So zeigte uns Henry den persönlichen Karteikasten von Ferdinand Porsche, in dem sich dicht an dicht die unzähligen leicht vergilbten Karteikarten, feinsäuberlich alphabetisch angeordnet drängen. Die Kontaktdaten der Geschäftsführung großer Automobilwerke wie Volkswagen, Wanderer, Daimler, Opel und Steyr sind sorgfältig aneinandergereiht und verweisen auf gemeinsame Projekte und Geschäftsbeziehungen.

Hochkarätige Karteikarten

Hochkarätige Karteikarten

Danach bekamen Nina und ich die sehr spezielle Möglichkeit, einen Blick in die museumseigene Werkstatt zu werfen. Klar, das kann man auch von außen durch eine Glasscheibe. Ich muss aber sagen: Diese zu betreten, machte nochmals einen großen Unterschied. Die Gerüche nach Leder und Motorenöl aufzunehmen, die teils historischen und teils modernen Fahrzeuge, die hier restauriert, repariert und somit auf diverse Renneinsätze und Rallyes vorbereitet werden, wie uns Henry erklärte, hautnah zu sehen, war ein unglaublich tolles Gefühl.

Exklusive Einblicke in die Museumswerkstatt

Exklusive Einblicke in die Museumswerkstatt

Unsere Führung im Porsche Museum war sensationell. Direkt am Stammsitz von Porsche erbaut, kann man im Museum in die Unternehmensgeschichte eintauchen, und nicht nur Rennwagen und Serienautos begutachten, sondern auch Prototypen und Studien. Ein Muss für alle Auto-, Motorsport- sowie Architekturfans!

Für den Kulturdonnerstag berichtete Laura Schäffner.



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