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Kulturdonnerstag: Nachts im Schauspielhaus!

24
Nov

Der Kulturdonnerstag führt uns diese Woche ganz exklusiv hinter die Kulissen des Schauspielhauses Stuttgart!

Vom Schauspielhaus kannte ich bisher immer nur den Eingangsbereich und den Zuschauerraum, von dem aus ich – wie hunderte andere Besucher – die Vorstellungen anschaue und danach nach Hause verschwinde.

Der Zuschauerraum - ganz leer

Der Zuschauerraum – ganz leer

Heute hatte ich die Chance, dahin zu schauen, wo normalerweise nur die „Eingeweihten“ hinkommen: hinter die berühmten Kulissen. Als die Vorstellung an diesem Abend zu Ende ist und der Applaus abebbt, verlassen die Besucher den Saal, schnappen sich ihre Jacken und verschwinden in die Nacht. Nur ich darf bleiben. Gemeinsam mit Herrn Kolossa, der für die Führungen bei den Staatstheatern zuständig ist, mache ich mich auf den Weg durch die unbekannte Welt des Theaters – es wird ein verschlungener und überraschender werden.

Die Bühnentechniker haben gerade die letzten Kulissenteile verstaut, als wir auf die Bühne spazieren. Ich bin verblüfft: Als Zuschauer sieht man nur einen Bruchteil des Raums. Nicht nur neben der Bühne ist viel Platz für Technik und Bühnenbild, auch nach oben geht es ganz schön weit hoch. Dort hängen zahlreiche Scheinwerfer und Stangen, an die für die Vorstellungen Kulissen befestigt werden, wie mir Herr Kolossa erklärt.

Die Bühne - mal von der anderen Seite

Die Bühne – mal von der anderen Seite

Der "Bühnenturm"

Der „Bühnenturm“

Danach geht es hinter die Bühne. Auf der so genannten Stallgasse stockt mir wieder der Atem: Ein riesiger Gang zieht sich vom Schauspielhaus in Richtung Oper. Auf mehr als 100 Metern lagern die Kulissen der aktuellen Stücke.

Die beeindruckend lange und hohe "Stallgasse"

Die beeindruckend lange und hohe „Stallgasse“

Die Staatstheater produzieren alles, was für die Vorstellungen benötigt wird, direkt vor Ort. Im Untergeschoss werden Holzteile gebaut. Sind die fertig, geht es mit dem Lastenaufzug in den  Malsaal.

Blick in den riesigen Malsaal

Blick in den riesigen Malsaal

Malsaal trifft es ziemlich gut: Wieder ein riesiger Raum. Hier werden die Holzteile aus der Schreinerei bemalt, aber auch Statuen, große Stoffe und Sofas – auch die macht das Staatstheater selbst.

Die Bilder an der Galerie, erzählt Herr Kolossa, sind Übungs- und Abschlussarbeiten der Auszubildenden. Der Beruf des Bühnenmalers ist einer von 13, die man bei den Staatstheatern lernen kann.

Kopieren gehört zum Handwerk - und jeder Stil muss sitzen!

Kopieren gehört zum Handwerk – und jeder Malstil muss sitzen!

Auch die Kostüme produziert das Theater selbst – von Kopf bis Fuß. Im Fundus lagern ca. 20.000 Stück – klar, dass da die unterschiedlichsten Looks dabei sind. Im Haus sind aber nur ein Zehntel aller Kostüme. Wie Herr Kolossa erzählt, sind die nur bei Proben im Einsatz, weil die eigentlichen Kostüme dann meistens noch nicht fertig sind. Die meisten anderen Kostüme sind in einem großen Außenlager untergebracht.

Kostüme in Hülle und Fülle

Kostüme in Hülle und Fülle. Wer würde da nicht gerne mal stöbern 🙂

Handschuhe in (fast) jeder Farbe

Handschuhe in (fast) jeder Farbe

Kleiderbügel braucht's natürlich auch!

Kleiderbügel braucht’s natürlich auch!

Wieder im Schauspielhaus angekommen, wird mir klar: Theater ist eine spannende Welt, nicht nur auf der Bühne!

...und wieder zurück im Foyer des Schauspielhauses...

… und wieder zurück im Foyer des Schauspielhauses …

(Fotos: Christoph Kolossa)

Weitere Kulturtipps gibt es auch immer unter www.stuttgart-tourist.de!

 



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