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Narri Narro – Fastnacht im Wiesental

14
Feb

Narri Narro -Fastnacht im Wiesental

 

Ganz unten, im Süden Deutschlands, am Zipfel des Schwarzwalds befindet sich das Wiesental.

Im Wiesental passiert so allerhand. Vor allem in der dritten Jahreszeit vom 11. November 2016 -oder auch „Ölfde Ölfde“, wie man im hier gängigen alemannischen Dialekt sagen würde- bis zum 5. März 2017 herrscht buntes Narrentreiben.

An festgelegten Umzugsterminen oder Narrentreffen, sind die weit über 60 Cliquen der Region meist zu Fuß mit eigenen Choreographien, mit aufwändig gestalteten Wägen oder mit ihren Musikinstrumenten auf den Straßen des Wiesentals unterwegs.

Die Jahrhunderte lange Tradition hat heute noch bei Jung und Alt großes Ansehen und wurde in den einzelnen Orten teils sehr verschieden geprägt. Beispielsweise hat jeder Ort seinen eigenen „Erkennungsruf“.

In vielen Orten wird zu Beginn der Fastnachtszeit ein Narrenbaum aufgestellt. Das ist offiziell ein ca. 30 Meter hoher Nadelbaum, dessen Äste bis auf die Krone abgesägt und dessen Rinde geschält ist. Am Ende der Fastnachtszeit findet traditionell das „Schiibefüür“ (wörtlich Scheibenfeuer) bzw. die Fastnachtsverbrennung statt.

Im Folgenden findet Ihr eine Übersicht über Sprüche, Orte, Termine und Traditionen.

 

 

Ta-Hü!

Zell im Wiesental

Die Hochburg der Wiesentäler Fastnacht ist eindeutig Zell im Wiesental. Bereits 1627 wurde die Zeller Fastnacht erstmals urkundlich erwähnt. Die Traditionen wurden bis heute in abgewandelter Form gewahrt und gepflegt. Die Fastnachtsgesellschaft Zell im Wiesental hat sich ungefähr 1927 gegründet und ist sozusagen der Dachverband aller Vogteien der Stadt. Eine Vogtei ist ein fastnächtlich organisierter Stadt- oder Ortsteil Zells, die mit den anderen Vogteien im Wettkampf stehen. Jede Vogtei hat wiederum eigene Cliquen und Gruppierungen, die zusammen spektakuläre Fastnachts-Wagen bauen und schon vor der eigentlichen Fastnachtszeit Veranstaltungen, wie zum Beispiel die „Chappeobende“ organisieren. Die Wägen stehen immer unter einem bestimmten Motto und sind handwerkliche Meisterleistungen, die die Vogteien jedes Jahr mit sehr hohem Arbeitseinsatz selbst bauen und an den Zeller Umzügen präsentieren.

Das Oberhaupt der Fastnacht ist der Zeller Hürus, eine sicherlich einzigartige Institution in Zell. Wer Hürus wird, ist das strengst gehütete Geheimnis in Zell, das erst am Ölfte Ölfte gelüftet wird. Danach zieht er mit seinem Gefolge durch die Vogteien und zu den Veranstaltungen.

In Zell im Wiesental gibt es zum Ende der Fastnacht das legendäre „Altwiiberrenne“. Die als alte Damen verkleideten Narren müssen umrahmt von vielen Zuschauern bestimmte Hindernisse auf der Straße bewältigen. Anschließend wird mit Fackeln das große Feuer entzündet, sodass die Fastnacht lichterloh in Flammen aufgeht.  Dieses Spektakel sollte man sich nicht entgehen lassen!

 

Zeller Hürus am Umzug

Zeller Schrätteli

Altwiiberrenne

 

 

Schopfe-Aruba!

Schopfheim

Auch in Schopfheim wird die Fastnacht seit langer Zeit zelebriert. Weil aber alle Schopfheimer am Rosenmontag den Fastnachtsumzug in Zell bestaunten, gründete sich ca. 1935 die Narrenzunft Schopfheim. Der Verein veranstaltete zu diesem Zeitpunkt erstmals einen Rosenmontagsumzug in Schopfheim und holte die Bürger zurück ins Städtchen, ganz gegen den Willen der Zeller!

Vorsitzender der Narrenzunft ist der Oberzunftmeister. Innerhalb der Zunft gibt es verschiedene Gruppen, die sogenannten Zinken und andere Cliquen. Die Formationen nehmen an Umzügen teil und veranstalten „Lumpenbälle“, die bereits vor der eigentlichen Fastnacht stattfinden. Das Highlight der Schopfheimer Fastnacht sind mit Sicherheit auch die Zunftabende, an denen die Akteure die Lachmuskeln der Zuschauer sehr strapazieren.

Zu jeder Fastnachtsperiode wird ein Statthalter außerwählt, der die Narren durch die Fastnachtszeit begleitet. Auch in Schopfheim wird der neu auserwählte Statthalter erst am 11.11 verkündet und gleichzeitig ein Narrenbaum aufgestellt.

Die wohl bekannteste Figur der Schopfheimer Fastnacht ist der Fuchs. Ein Häs der Fuchsengruppe besteht aus ca. 25 echten Fellen und ist das wohl schönste Fuchs-Häs der Umgebung. Daher ziert der Fuchs auch das Wappen der Narrenzunft Schopfheim.

Beendet wird die Fastnacht mit dem Schiibefüür. Es wird nach einem Fackelmarsch ein großes Feuer entzündet, in dem die Teilnehmenden ihre „Scheiben“ an Stöcken zum Glühen bringen und anschließend mit einer bestimmten Technik über den Tisch schmettern. Die „Schiibe“ fliegen den in ihrem glühendem Zustand durch die Nacht, was ein atemberaubendes Bild abliefert!

 

Konfetti-Regen am Umzug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verkündung des Stadthalters

Guggemusik am Umzug

 

Weitere Infos und Termine für die kommende Fastnachtsperiode unter den folgenden Links:

Zell
Schopfheim

Die wichtigsten Termine findet ihr auch auf unserer Seite www.suedwaerts.com

 

Ich hoffe ich konnte euch die Traditionen und Geschichten der Wiesentäler Fastnacht etwas näher bringen und habe euch neugierig auf Fastnacht im Wiesental gemacht! Fragen, Anmerkungen oder sonstige Ideen können gerne kommentiert, an tourismus@schopfheim.de gesendet werden oder Ihr ruft direkt bei uns an unter 07622/396-145. Wir freuen uns auf jede Rückmeldung!

Quellen: www.zeller-fastnacht.de, www.narrenzunft-schopfheim.de



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